Oderbruch - drei Wege in eine Kulturlandschaft

Das Oderbruch hat schon viele Menschen in seinen Bann gezogen. Schriftsteller, Maler, Schauspieler oder einfach nur Tagestouristen. Immer wieder zieht es auch den großstadtmüden Autor in diese Kulturlandschaft. Er beschreibt drei seiner vielen Begegnungen mit dem Oderbruch. Es sind Annäherungen in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Mit dem Rad, der Bahn und mit dem Auto. Früher stand das Oderbruch als Brachland zwischen Berlin und Frankfurt/Oder ständig unter Wasser. Gefährlich für die Menschen, unbrauchbar für die Landwirtschaft. Friedrich der Große hat sich das Stück Land für Preußen "zurückerobert". Mit Hilfe von angeworbenen Siedlern - darunter auch Hugenotten - und neuen Deichen wurde aus dem "Nichts" eine neue Heimat. Auch heute noch. Der Autor begegnet bei seiner Stadtflucht Gleichgesinnten: dem Dramatiker Bert Brecht, dem Filmregisseur Christian Petzold ("Wolfsburg", "Yella"), dem Schriftsteller Gerhard Hauptmann oder dem Techno-DJ Ronnie Mollenhauer vom "Kombinat 100". Sie alle berichten darüber, wie sie hier auf dem Land neue Energie tanken. Aber die "ferne" Politik hat anderes mit dem Oderbruch vor: Viele hundert Meter unter der Oberfläche soll Kohlendioxid verpresst und endgelagert werden. Doch das lassen sich die Bürger nicht gefallen. Sie kämpfen für das Oderbruch.

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